Ayers Rock

Um halb neun Uhr morgens fuhren wir nach dem Frühstück mit unserem Auto los von Alice Springs nach Ayers Rock. 468 km durchs Outback lagen vor uns. Wir hatten so viel Spaß bei der Autofahrt. Die Umgebung ist karg aber dennoch unglaublich beeindruckend.

Damit wir nicht den ganzen Tag nur im Auto herum sitzen hatten wir uns vorgenommen, an wirklich jedem Roadstop anzuhalten, etwas herumzugehen, Kaffee oder Wasser trinken. So dass wir zwischen jedem Stopp immer nur Distanzen zwischen 60 und 80 Kilometern hatten. 

 

 

Im letzten Roadstop vor dem Ziel, dem Curtin Springs Roadstop, gab es dann den obligatorischen Burger zum Lunch. Es war ein sehr köstlicher Burger und der Roadstop war  zudem noch sehr schön.

 

Von hier aus war es nicht mehr so weit bis zum Ayers Rock Resort. Das Ayers Rock Resort ist soviel ich heraus gefunden habe, die einzige Übernachtungsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe des Ayers Rock. Das Resort bietet einen riesigen Camp Ground für Zelte, einen weiteren Camp Ground für Wohnmobile und fünf Hotels in unterschiedlicher Kategorie, weiterhin 4 Restaurants. 

Wir hatten uns für diese eine Nacht bei der Buchung Anfang des Jahres für die zweit“günstigste“ Variante, das Lost Camel Hotel, entschieden. Da das gebuchte Zimmer für diese eine Nacht 450 AUD kostet, hatten wir ein tolles Luxushotel erwartet. Was wir bekommen haben war ein Zimmer ohne Fenster. Stimmt nicht ganz – ein Fenster gab es in der Toilette und alle Achtung man konnte es sogar ein Stück aufkurbeln, so dass man, wenn man die Klotür aufgelassen hat, frische Luft ins Zimmer bekam und die Klimaanlage die nur Luft wirbelte ausschalten konnte. Und es gab ein nicht zu öffnendes Milchglasfenster in der Dusche. Wir waren wirklich enttäuscht und fühlten uns abgezockt.

Als wir uns am nächsten Morgen beim wirklich guten und abwechslungsreichen Frühstück (wenn auch im völlig überfüllten Restaurant), mit einem amerikanischen Ehepaar, die auch nur eine Nacht im Hotel „Sails in Desert“ unterhalten haben und sie uns erzählten das Zimmer würde um die 650 AUD für die Nacht kosten, haben wir die Anlage als wir zurück im Zimmer waren noch einmal gegoogelt und kamen irgendwann dahinter, dass man die Zimmer immer nur mit einem Mindestaufenthalt von 2 bzw. 3 Tagen je nach Hotel buchen kann. Das bedeutet, wir haben für die eine Nacht soviel bezahlt, wie für 2 bzw. 3 Nächte.

Das kratzt natürlich an meinem Perfektionismus, dass ich das nicht beim Buchen herausfinden konnte. Aber da es dem businessreiseerfahrenen amerikanischen Ehepaar auch so ergangen ist, tröstet mich das etwas.

Also – hier ein wichtiger Tipp: solltet ihr einen Besuch des Ayers Rock bei eurer Australienreise planen: Plant zwei oder drei Nächte im Ayers Rock Resort ein. Es gibt tolle Wanderungen, Hubschrauberflüge und vieles mehr zu unternehmen, großartige zu Sonnenauf- und -untergänge zu sehen. Und ihr ärgert euch nicht über zu viel Geld für ein sehr durchschnittliches Zimmer in einem durchschnittlichen und völlig überlaufenen Resort mit schlecht organisierten Restaurants.

Wir haben uns am Abend für ein Wok-Essen to go entschieden. Standen ca. 1/2 Stunde in der Schlange bis wir erst einmal bestellen konnten und warteten dann noch 45 Minuten bis das Take-away Essen fertig war, das wir dann draußen auf einem Platz gegessen haben. Alles nicht schlimm, und kann man ja mal machen, aber wenn man etwas ganz anderes erwartet … – ihr seid jetzt vorbereitet.

Ayers Rock

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Er ist überwältigend. Massiv. Wunderschön. Und auch wenn der Himmel bewölkt ist und er sich nicht in sein berühmtes Rot zum Sonnenuntergang färbt ist er beeindruckend zu bestaunen und es macht einfach Spaß mit all den anderen Ayers Rock Guckern auf dem Car Viewing Platz zu stehen und zu gucken. 

Alice Springs

Von Darwin aus flogen wir nach Alice Springs. Unser Flug ging morgens um 7 Uhr. Das bedeutet, wir müssen um 6 Uhr am Flughafen sein, was wiederum bedeutet: 5:30 Uhr Start bei Tess und Jeno. Die beiden sind extra für uns so super früh aufgestanden, um uns zum Flughafen zu bringen. Auch dafür vielen Dank! Wir haben hier so eine große Gastfreundschaft erfahren. 

In Alice Springs angekommen haben wir erst einmal unseren Leihwagen für die nächsten beiden Tage abgeholt. Wir hatten das Auto preiswert über FTI Touristik in Deutschland gebucht, über FTI ist auch die Versicherung abgeschlossen, der Vermieter vor Ort ist Hertz Autovermietung. Das Entgegennehmen des Autos hat problemlos funktioniert und wir fuhren zu unserem Hotel.

Wir hatten das Crown Plaza gebucht, weil wir über die Intercontinental-Hotels-Card so viele Punkte hatten, dass uns das Zimmer für diese eine Nacht 23.000 Punkte und nur 40 AUD (ca. 25 Euro) gekostet hat. Es ist ein ganz nettes Hotel, mit einem riesigen Fitness-Studio auf der einen Seite, einem Spielcasino und mehreren Restaurants auf der anderen Seite. 

Vom Hotel aus sind wir dann erst einmal zu Fuß ins Städtchen gegangen, da wir nach der Fliegerei ein bißchen Bewegung brauchten. Auf Empfehlung der netten Fitnesstrainerin, die wir befragt haben, sind wir in das wirklich schöne kleine Café im Botanic Garden. Berthold trank Kaffee und Wasser und ich ein großes Glas Rote Beete/Karotten/Ingwer-Saft. 

Vom Botanic Garden aus sind wir weiter in die Innenstadt zum Lunch, der weiteren Empfehlung folgend ins Page 27. Es waren beides wirklich gute Empfehlungen. 

Die hohe Tagestemperatur war durch die sehr trockene Luft und den leichten Windhauch sehr gut zu ertragen und ich habe zum ersten Mal aus Bertholds Mund die Worte: „Es ist eine schöne Wärme hier“ gehört. Und das bei 32 Grad. Das muss notiert werden. 

Zurück zum Hotel fuhren wir mit dem Taxi. Als wir die Taxifahrerin befragten, ob es problemlos ist abends durch die Stadt zu schlendern, riet sie uns jedoch davon ab, sie sagte, es sei nicht ungefährlich.

Sehr auffällig an Alice Springs sind die vielen Aborigines, die hier leben. Sie wandern etwas wie verloren und ziellos durch die Straßen auf und ab. Die Taxifahrerin sagte uns, dass sie tagsüber sehr viel Alkohol konsumieren, es daher abends nicht mehr so sicher in der Stadt ist. Weiterhin erzählte sie uns, dass die Aborigines ihre Kinder leider nicht in die Schule schicken und die Mädchen oft schon sehr früh mit 13/14 schon selbst Mütter würden. 

Einen richtigen Eindruck konnten wir natürlich nicht gewinnen. Aber durch das was ich bisher gehört habe, ist es ein wirkliches Problem mit vielen Familiengruppen der Aborigines. Offenbar steht und fällt die Lebensweise und Gesundheit einer Gruppe mit dem jeweiligen Chef der Familie. 

Der Staat sorgt für Schulausbildung in Boarding Schools, mit Geld, auch Häusern und medizinischer Versorgung für die Aborigines. Jedoch wird das Geld oft, eben je nach Familiengruppe für Alkohol ausgegeben, von den zur Verfügung gestellten Häusern inkl. Einrichtung wird verbrannt was aus Holz ist, weil Feuer so wichtig sind und die medizinische Versorgung funktioniert nur immer dann, wenn die Ärzte mit den Flugzeugen zu den verstreuten Familien (Dörfern) fliegen. Die Gruppen rufen oft die Ärzte in Krankheits- oder Notfällen nicht von alleine.

Tess ist beruflich Koordinatorin der Flüge und der jeweiligen Fachärzte etc. Allerdings nicht nur für die Aborigines, sondern für alle Australier die in den Outbacks leben. Daher konnte sie einiges darüber erzählen. 

Unseren Abend in Alice Springs verbrachten wir in unserem Hotel, mit einem Abendessen und einem kleinen leider nicht erfolgreichen Spiel am Roulettes Tisch. 

Corroboree Billabong in den Wetlands

Tess und Jeno haben uns zu einer 2-tägigen Hausboot- und Angel-Tour auf einem Billabong (australisch für Wasserloch) eingeladen. Das Corroboree Billabong ist ein Teil des Mary River. Von dem Billabong aus startet die Hausboot-Charter und man kann dann mit dem Boot in die Flussarme des Mary River fahren, solange sie genügend Wasser führen.

Um noch ein bißchen weiter auf den Wasserwegen herumzukommen, da das Hausboot ja nur sehr langsam voran kommt, hat Jeno den Trailer mit seinem Motorboot an das Auto gehängt und los ging die Tour in Richtung Wetlands.

Angekommen brachten wir zunächst das Gepäck und die Lebensmittel an Bord unseres Hausboots „Janine“. Danach kam das Motorboot ins Wasser. Tess fuhr das Motorboot bis wir mit dem Hausboot gestartet waren. Dann kam sie an Bord und das Motorboot zogen wir neben uns her. Die Fahrt in die unglaubliche, beeindruckende Wildnis der Wasserwege begann.

Berthold und ich kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Natur pur. Wildlife pur.

Immer weiter fuhren wir den Flusslauf entlang. Jeno brachte die Angeln hinten ins Wasser. Niemand sonst begegnete uns. Nur wir vier, das Hausboot und die Tiere um uns herum. Am Nachmittag suchten wir uns dann einen Ankerplatz für die Nacht. Da es etwas windig war suchten wir einen etwas geschützten Platz hinter einer Flussbiegung. Jeno fuhr vorwärts bis ans Ufer und warf den Anker an Land. Er stieg sogar kurz aus, um den Anker gut einzuhängen, während wir Ausschau nach Krokodilen hielten. 

Dann stiegen wir um ins Motorboot und brausten die Ufer entlang, immer auf der Suche nach Krokodilen und auch nach den wunderschönen Vögeln.

Wir sahen viele Seeadler, Jabiru‘s, Brolga-Kraniche, aber an Land auch Wallabies und natürlich Krokodile in allen Größen. 

Zurück auf dem Hausboot gingen wir nach oben auf die Terrasse um den Sundown mit Champagner und kleinen Snaggers zu genießen. Es war so wunderschön. Vor uns der Sonnenuntergang und hinter uns der gerade aufgegangene Vollmond. Was will man mehr?

Die Terrasse unten hatten wir rechtzeitig mit den Mossie-Netzen gesichert. Sobald die Sonne untergegangen war, gingen wir nach unten und Jeno grillte köstliche Steaks zu denen es Salat und Kartoffeln gab. 

Nach dem Essen brachten Tess und Jeno uns das Spiel Rummy-O bei. Wir hatten viel Spaß, einige Bier und Wein und gute Musik.

Wir schliefen wie in Abrahams Schoß, der frische Wind machte es angenehm kühl im Boot.

Am Morgen gab es ein Frühstück vom Grill: Spiegeleier, Bacon, halbierte Tomaten und dazu Bohnen und Multigrain-Toast. Hagen wäre glücklich über dieses Frühstück. 

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Jeno hatte schon wieder damit beschäftigt die Angel auszuwerfen. Auf dem Plan stand: Wir fangen einen Barramundi fürs Abendessen. Nach dem Frühstück holten wir den Anker ein und fuhren weiter den Mary River entlang. Wir sahen Krokodile die mitten im Fluß schwammen und die sich kurz bevor wir sie erreichten in aller Gemütlichkeit nach unten sinken ließen. 

Später hat Jeno mir beigebracht, die Angel auszuwerfen. Das sah bei ihm sowas von locker und leicht aus. Aber es ist wirklich eine besondere Technik. Ich war immer etwas zu zaghaft. Aber es klappte fürs erste Mal ganz gut. Zumindest so der Kommentar meines Lehrers. 

Immer mal wieder zwischendurch kam die Meldung, dass etwas an den Angeln im Heck angebissen hat. Aber leider waren es immer nur Catfishes. Diese sind nicht eßbar und sie haben sogar einen giftigen Stachel (das Internet sagt: „ …vor seiner ersten Rückenflosse und seinen Bauchflossen befindet sich ein starker gesägter Stachel, der mit Giftdrüsen verbunden ist und bei einem Stich erhebliche Schmerzen verursacht“).Wir haben die vier oder fünf gefangenen Catfish immer vom Haken befreit und wieder zurück ins Wasser geworfen.

Zum Lunch befestigten wir unser Hausboot mit dem Anker an einer Wurzel. Als wir gerade ganz gemütlich aßen, kam etwas stärkerer Wind auf und die Wurzel riss und wir trieben etwas ab. Also Essen stehen lassen, einer ans Steuer, einer hält den Ast bzw. Die Wurzel, Tess versucht den Anker von der  abgerissenen Wurzel zu befreien, ich buddel den Schmodder aus dem Anker und irgendwann sind wir wieder soweit, dass wir den Anker neu werfen können und unser Lunch in aller Ruhe beenden. 

Mittlerweile haben wir umgekehrt und fahren gemächlich schon einmal wieder in Richtung Billabong, da wir ja am nächsten Tag so gegen 10 Uhr morgens zurück sein müssen.

Immer wieder sehen wir im Wasser oder am Flussufer die Krokodile. Und einmal, retten wir sogar das Leben einer Kuh. Wir kamen gerade in dem Moment um eine Kurve gebogen, als fünf Kühe am Ufer ankamen um zu trinken. Sie bemerkten offenbar nicht, dass dort schon in aller Ruhe ein bestimmt 5 m langes Krokodil lag. Im Comic hätte es schon Messer und Gabel in den Händen. Es ging sicher um Sekunden. Die Kühe streckten gerade ihre Köpfe in Richtung Wasser, als wir sie, vielleicht durch den Bootsmotor oder die Musik, was auch immer, hochschreckten und sie weiter zurück zum Grasland liefen. Wow. So knapp war das. Ich bin froh, dass wir nicht fünf Minuten später kamen.

Man konnte richtig fühlen, wie doof das Krokodil das alles fand. No big lunch today. 

Am Nachmittag suchten wir uns wieder den Ankerplatz für die Nacht. Blickrichtung Sundown. Unser zuerst gewählter Uferplatz war leider auch schon belegt von einem Croc. Also sind wir zwei drei Meter weiter nach rechts. Geht ja auch. 

Berthold wollte für uns ein Curry zubereiten. Also sind Tess, Jeno und ich ins Motorboot umgestiegen und wieder den Fluß auf und ab gefahren, um Crocies zu finden. Wir fanden wirklich riesige Exemplare. Auch kleine und wieder viele Vögel um uns herum. Es sieht so beeindrucken aus, wenn die stolzen Seeadler in den Bäumen sitzen und so erhaben, wie die Jabiru’s am Ufer stehen.

Zurück an Bord gab es wieder einen Sundowner auf der oberen Terrasse, mit Champagner, Bier, Snaggers und diesmal auch supertruper Romeo y Julietta No.2 Zigarren für die Herren. Tess und ich haben sie angezündet und auch mal probiert 😊. Das war sehr lustig, weil Tess überhaupt noch nie in ihrem Leben geraucht hat.

Später gab es Bertholds Curry mit Reis und Bier und später Wein und weitere Rummy-O-Spiele und Musik und viel Spaß. Ein herrlicher Abend.

Und da Berthold und ich so ganz langsam eine Ahnung von diesem Leben auf dem Hausboot auf dem Billabong haben, könnte es für uns jetzt gerade losgehen, aber – es ist der letzte Abend auf dem Hausboot.

Wie schön ist unsere Welt. Was für wunderbare Menschen wir mit Tess und Jeno kennengelernt haben. Wir schliefen wieder wunderbar mit einer leichten Brise und einem 3 m Croc, 5 Meter neben uns. Am nächsten Morgen gingen wir schon vor dem Frühstück Anker auf, unser Crocie-Pet war immer noch da. Dann fuhren wir weiter zurück zum Billabong. Wir frühstückten während der Fahrt und packten alles zusammen.

Es waren so wundervolle und ausgefüllte Tage auf dem Hausboot. Und wohl typisch australisch, dass ihr uns erst hinterher auf einem Foto gezeigt habt, dass sich außer uns noch eine handtellergroße haarige Tarantel an Bord befand, laut Jeno komplett ungefährlich und Tess sagte sogar, es sei toll sie an Bord gehabt zu haben, weil sie alle Fliegen weg futtert 😊. Da muss man wohl als Australier geboren sein, um das so locker zu sehen. 😂

Auf dem Rückweg gab es noch einen Stopp am Humpty Doo Roadstop. Dort entstand das Foto mit dem Boxing Croc.

Vielen Dank liebe Tess und lieber Jeno, dass ihr uns so ungewöhnliche Plätze gezeigt habt. Das war ein für uns total ungewöhnlicher und mit Sicherheit bleibt es ein für immer unvergessener Ausflug.  

Darwin, 2. Tag

Unser zweiter Tag in Darwin ist ein Sonntag. Den wollen wir gemütlich angehen. Tess und Jeno bereiten ein original australisches Frühstück zu. Mit Spiegeleiern, Bacon, Bohnen, gegrillten Tomaten, Vegimite, selfmade Orangenmarmelade, Honig und Toast. Yummy.

Ich mußte feststellen, dass Vegimite in sehr geringer Menge wirklich ganz gut schmeckt 😊

Nach dem Frühstück sind wir mit den Fahrrädern in die Innenstadt gefahren. Dort ist ein Teil des Meeres abgetrennt, so dass es dort keine Krokodile oder Quallen gibt und man hier schwimmen kann. Es war etwas voll und der Sand aufgewühlt, weil gerade an dem Tag ein Kinderfest rund um den Badebereich stattfand.

Aber wir waren trotzdem im Wasser, weil es wirklich sehr warm hier ist und wir vom Radeln unbedingt eine Abkühlung brauchten. Danach haben wir uns in ein Strandlokal gesetzt und Bier und Wasser getrunken, bis unsere Kleidung wieder trocken genug war. Danach fuhren wir zurück.

Zum Lunch gab es dann „Salat-Rolls“. Das sind Burgerbrötchen, die hier Rolls heißen, mit Sesam oder Mohn bestreuselt, Mulitgrain oder weiße Brötchen. Darauf kommt dann Avocado-Salat, Schinken, Käse,  Rote Beete-Chutney, Eisberg-Salat, Tomaten und, wer mag, ein Klecks Mayonaise.

Zu einem gemütlichen Tag gehört auch ein Nachmittagstee und dazu ein ein TimTam. Ein köstlicher australischer Keks. Nochmal 😋 Yummy.

Das ist doch ein wirklich gemütlicher Sonntag. Heute Abend fahren wir in die Stadt, es gibt an einem Strand einen Markt und ein Casino mit Restaurants und Strandbar dem wir den Sonnenuntergang und den Abend genießen können.

 

Darwin und Litchfield National Park

Vor zwei Tagen sind wir in Darwin angekommen. Es war eine große Freue, Tess und Jeno, nach 1 1/2 Jahren wieder zu sehen. Sie wohnen auf der Militärbasis in Darwin. Schon das Ankommen war für uns ein Abenteuer. Jetzt haben wir einen Gäste-Ausweis, so dass wir in den nächsten Tagen kommen und gehen können.

Unser erster gemeinsamer Ausflug begann am nächsten Morgen nach dem Frühstück. Tess und Jeno zeigten uns die Wasserfälle und die Pools in denen man Schwimmen kann, im Litchfield Nationalpark. Die Anreise dauerte ca. 1,5 Stunden. Zwischendurch machten wir keinen kleinen Stopp an einem Pub „Rum Jungle“. Berthold und ich genossen jeden Moment und das australische Bier 🍻

 

Auf dem weiteren Weg konnte man an überall schon riesige Terminenhügel sehen. Sie werden teilweise bis zu drei oder gar vier Meter hoch. Und was ich bisher nicht wußte ist, dass diese Termitenhügel Kathedrale genannt werden. Man versteht das ziemlich gut, wenn man davor steht und sieht, wie sie aufgebaut sind.

Aber Tess und Jeno hatten noch eine weitere Überraschung auf Lager: Es gibt Magnetic-Termites. Diese Termitenart baut schmale (vielleicht 10 cm breite) bis zu ca. 2 Meter hohe Termitenbauten, die wie schmale Wände in exakter Nord-/Süd-Ausrichtung gebaut sind. Wir standen vor einem Feld mit hunderten von diesen Bauten. Die Termiten finden die Nord-/Südausrichtung anhand des Erd-Magnetismus. Wahnsinn, was so kleine Tiere schaffen können.

 

Bei den Wasserfällen angekommen gingen wir einen kurzen Weg bis zum ersten Wasserfall-Pool. Die Steine sind etwas rutschig, aber wenn man dann erst einmal in dem Pool ist, ist es kühl und einfach nur schön.

Nachdem wir uns erst einmal genug abgekühlt hatten fuhren wir zum nächsten Wasserfall-Pool. Von dort aus konnten wir zu Fuß zum dritten Pool gehen. Es hat wirklich viel Spaß gemacht.

Zum Abschluss fuhren wir noch zu einem weiteren Wasserfall mit einer großen Pool in dem es auch kleine Krokodile gibt. Zumindest sagen das die Schilder an dem See, aber sie sagen auch das die Krokodile nur Fische essen. Das glauben wir dann mal. Zumal Jeno noch nie ein Krokodil in diesem Pool gesehen hat.

Aber wir konnten in den Bäumen neben dem Pool während wir herumschwammen, große Fledermäuse (ca. 40 cm) hängen sehen. Außerdem haben wir die ersten beiden Känguruhs in freier Wildbahn gesehen.

Es war ein wunderschöner Tag, den wir in einem Pub mit Bier und einem rustikalen Dinner abschlossen.

 

Letzter Tag in Sydney

Nach unserem supertruper Sushi Lunch haben wir uns in der großen Bar direkt im Raum davor, in die gemütlichen Lounge Sofas gesetzt und ich habe die Blog-Beiträge geschrieben, während wir Tee und Wasser genossen.

Nach getaner Arbeit 🙂 gönnen wir uns dann noch einen Cocktail (oder zwei??).  Der Abschied von Sydney muss ja gefeiert werden. Berthold schmökert noch eine kleine Zigarre dazu. Mittlerweile ist Feierabend in Sydney und diese riesige Bar ist voll. Wir sitzen draußen in der Raucherzone. Berthold startet mit einem Moscow Mule, ich entscheide mich für einen Lotus Blossom 2. Danach noch einen Whiskey Sour für Berthold und ich schlürfe doch noch einen von diesen ungewöhnlichen Lotus Blossom 2.

… mer leewe wie die Ferschte

 

Frühstück und Lunch in Sydney

 

Frühstück im Stadtteil The Rock:

The Fine Food Store, Mill Lane/Kendall Lane

Hier gibt es fine food im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe zweimal den Avocado Bagel gegessen, zu dem frischester Babyspinat-Salat serviert wird. Der Bagel ist leicht scharf und er wird außer mit Avocado noch mit gegrillter Paprika serviert. Yummy.

Berthold hatte an einem Morgen Eier mit in Butter gerösteten Fingersticks und einen Chicken-Wrap. Und heute ein fullmonty (eigene Wortschöpfung :-)) Quinoa-Bircher-Müsli.

 

 

Lunch in der George Street:

Sushi E, George Street 252

Vergeßt alles was ihr bisher an Sushi’s gegessen habt. Hier ist der Sushi-Himmel: Sydney George Street 252, 4. Etage.

Wir haben uns tatsächlich einmal durch sämtliche Sushi’s gegessen. Wir hatten bei beiden Besuchen das Glück an der Theke direkt beim Sushi-Meister zu sitzen. Der auch viel Spaß mit unserer Begeisterung hatte. Der Sushi Meister erinnerte sich heute wieder an uns und hat uns noch ein paar Köstlichkeiten zum Probieren kreiert.

Ich kann euch keine Sushi Bilder liefern, weil alleine das Zücken des Telefons die Stimmung zerstört hätte. Erst nach dem Essen habe ich dann doch ein Foto von “unserem” Sushi-Meister gemacht. Vielen Dank Okuda Mitsuhara für das köstliche Essen.

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Coogee to Bondi Coastal Walk

Wir haben so ein Glück: herrlicher Sonnenschein und 26-27 Grad im Frühling an dem Tag, an dem wir uns den Coastal Walk vorgenommen haben. Wir fuhren mit dem Taxi für 36 AUD (22 Euro) von unserem Hotel, das im Stadtteil The Rock liegt, nach Coogee Beach. Von hier aus ist der Weg gar nicht zu verpassen. Einfach links herum am Strand entlang. 🙂

Von hier aus starten wir den 6 km langen Weg immer an der Küste entlang, an 5 Stränden vorbei, über Felsen hinweg und schönen Pfaden immer mit traumhaften Blick auf den Pazifik. Menschen joggen, gehen mit ihren Hunden spazieren, oder spazieren die Strecke entlang. Viele junge Leute schwimmen schon im 16 Grad kalten Wasser. Surfer warten auf die richtige Welle. Es ist so eine relaxten oder chillige Stimmung.

Wir waren ca 3-4 Stunden unterwegs, weil wir einige Pausen eingelegt haben um uns auf eine Bank zu setzen und die Umgebung zu betrachten.

Am Ende der Strecke, direkt am Beginn des Strandes Bondi Beach gibt es ein Restaurant/Bar Icebergs. Hier haben wir zwei köstliche Cocktails getrunken. Berthold schwärmt heute noch von dem Cocktail mit Blutorange.

Eigentlich wollten wir hier auch gerne zu Abend essen, aber das Restaurant öffnet erst um halb sieben, und da war uns dann die Wartezeit zu lang. Jedenfalls lohnt sich ein Besuch der Bar. Nach dem Coastal Walk wird man mit einem beeindruckenden Ausblick auf Bondi Beach belohnt. Man sieht den kompletten Strand, die Wiese dahinter, die Straße mit den schönen kleinen Läden und den Restaurants und Bars und die Häuserreihe dahinter. Man beobachtet die Surfer und genießt den Sonnenuntergang.

Blue Mountains

Unseren Ausflug in die Blue Mountains starteten wir um 8 Uhr morgens mit dem Leihwagen. Wir hatten uns eigentlich einen kleinen Mittelklassewagen ausgesucht, aber einen “LKW” bekommen. Naja, etwas übertreibe ich, aber nicht viel.

Berthold chauffierte uns bravourös durch die doch plötzlich recht schmalen Straßen Sydneys in Richtung Norden zu den Blue Mountains.

Die Blue Mountains haben ihren Namen von dem bläulichen Nebel, den ätherischen Ölen der Eukalyptusbäume, der immer über den Bäumen schwebt.

Unser erstes Ziel war Glenbrooke, von Sydney aus der Anfang der Straße, die einmal quer durch die Blue Mountains und vorbei an den hauptsächlichen Attraktionen führt. Laut Reiseführer gibt es hier ein Tourist Information. Dort wollten wir uns Karten- und Infomaterial beschaffen. Leider wird diese Tourist Information gerade umgebaut. Daran merken wir, wir sind außerhalb der Hauptsaison, was sich später noch als großer Vorteil erweisen wird.

Also suchen wir uns unseren eigenen Weg. Erste Station die Wentworth Falls. Von hier aus gibt es etliche Wander-Trails. Verschiedene Schwierigkeitsgrade und Trails von 1 Stunde Länge bis 8 Stunden Länge. Wir haben uns für den Princes Rock-Undercliff-Wentworth Falls Circuit entschieden, eine Strecke für die  1,5 Stunden vorgesehen sind.  Es war ein wunderschöner Wanderweg mit einigen Treppen, aber gut zu bewältigen. Wir hatte unglaublich schöne beeindruckende Aussichtspunkte. Und ständig fliegen über den Bäumen die Kakadus umher.

Nach den Wentworth Falls fuhren wir weiter zu den Three Sisters. Ein Muss beim Besuch der Blue Mountains, zumal wir unbedingt ein Bild für Harald machen mußten. Dieses Blue Mountains Highlight ist etwas überlaufen. Busseweise kommen die Touristen hierher. Vornehmlich asiatische Touristen, hatten wir den Eindruck. Aber hier am Aussichtspunkt gab es auch eine Touristen-Information.

Dort fragten wir nach einem netten Lunch-Restaurant in einer etwas touristisch ruhigeren Stadt. Die Dame hinter dem Counter schmunzelte vor sich hin und sagte, es WÄREN wenige Touristen hier. O.k. – gut zu wissen – und – alles richtig gemacht – der Sommer ist hier sicher anstrengend.

Die Empfehlung war ein kleines Restaurant in der Ortschaft Wentworth Falls. Also sind wir, nachdem wir doch noch einen kleinen Spaziergang in Richtung Three Sisters gemacht hatten wieder zurück nach Wentworth Falls gefahren. Die Restaurant-Empfehlung war perfekt.  Blue Mist hieß das kleine Restaurant mit einer Gebraucht-Bücher- und DVD-Bibliothek in der ersten Etage. Sehr nette Gastgeber und der Burger war phantastisch.

Von Wentworth Falls aus fuhren wir wieder zurück nach Sydney. In einem Vorort von Sydney (Doonsitde, 217 Kildare Rd.) gibt es ein kleines Animal Resort Featherdale Wildlife Park mit Tieren aus der Umgebung. Kängurus, Koalas, Wombats, Quokkas, Dingos und viele verschieden Vogelarten. Hier werden auch Tiere aufgenommen, die in Not geraten sind. Das war sehr interessant und ich konnte ein Foto mit einem schlummernden Koala machen, was mich etwas zu Tränen gerührt hat.

Im Anschluss an den Tier-Resort Besuch fuhren wir zurück nach Sydney. Ich bewundere Berthold, mit welcher Gelassenheit er den Linksverkehr und die engen Straßen in Sydney gemeistert hat.