Darwin, 2. Tag

Unser zweiter Tag in Darwin ist ein Sonntag. Den wollen wir gemütlich angehen. Tess und Jeno bereiten ein original australisches Frühstück zu. Mit Spiegeleiern, Bacon, Bohnen, gegrillten Tomaten, Vegimite, selfmade Orangenmarmelade, Honig und Toast. Yummy.

Ich mußte feststellen, dass Vegimite in sehr geringer Menge wirklich ganz gut schmeckt 😊

Nach dem Frühstück sind wir mit den Fahrrädern in die Innenstadt gefahren. Dort ist ein Teil des Meeres abgetrennt, so dass es dort keine Krokodile oder Quallen gibt und man hier schwimmen kann. Es war etwas voll und der Sand aufgewühlt, weil gerade an dem Tag ein Kinderfest rund um den Badebereich stattfand.

Aber wir waren trotzdem im Wasser, weil es wirklich sehr warm hier ist und wir vom Radeln unbedingt eine Abkühlung brauchten. Danach haben wir uns in ein Strandlokal gesetzt und Bier und Wasser getrunken, bis unsere Kleidung wieder trocken genug war. Danach fuhren wir zurück.

Zum Lunch gab es dann „Salat-Rolls“. Das sind Burgerbrötchen, die hier Rolls heißen, mit Sesam oder Mohn bestreuselt, Mulitgrain oder weiße Brötchen. Darauf kommt dann Avocado-Salat, Schinken, Käse,  Rote Beete-Chutney, Eisberg-Salat, Tomaten und, wer mag, ein Klecks Mayonaise.

Zu einem gemütlichen Tag gehört auch ein Nachmittagstee und dazu ein ein TimTam. Ein köstlicher australischer Keks. Nochmal 😋 Yummy.

Das ist doch ein wirklich gemütlicher Sonntag. Heute Abend fahren wir in die Stadt, es gibt an einem Strand einen Markt und ein Casino mit Restaurants und Strandbar dem wir den Sonnenuntergang und den Abend genießen können.

 

Darwin und Litchfield National Park

Vor zwei Tagen sind wir in Darwin angekommen. Es war eine große Freue, Tess und Jeno, nach 1 1/2 Jahren wieder zu sehen. Sie wohnen auf der Militärbasis in Darwin. Schon das Ankommen war für uns ein Abenteuer. Jetzt haben wir einen Gäste-Ausweis, so dass wir in den nächsten Tagen kommen und gehen können.

Unser erster gemeinsamer Ausflug begann am nächsten Morgen nach dem Frühstück. Tess und Jeno zeigten uns die Wasserfälle und die Pools in denen man Schwimmen kann, im Litchfield Nationalpark. Die Anreise dauerte ca. 1,5 Stunden. Zwischendurch machten wir keinen kleinen Stopp an einem Pub „Rum Jungle“. Berthold und ich genossen jeden Moment und das australische Bier 🍻

 

Auf dem weiteren Weg konnte man an überall schon riesige Terminenhügel sehen. Sie werden teilweise bis zu drei oder gar vier Meter hoch. Und was ich bisher nicht wußte ist, dass diese Termitenhügel Kathedrale genannt werden. Man versteht das ziemlich gut, wenn man davor steht und sieht, wie sie aufgebaut sind.

Aber Tess und Jeno hatten noch eine weitere Überraschung auf Lager: Es gibt Magnetic-Termites. Diese Termitenart baut schmale (vielleicht 10 cm breite) bis zu ca. 2 Meter hohe Termitenbauten, die wie schmale Wände in exakter Nord-/Süd-Ausrichtung gebaut sind. Wir standen vor einem Feld mit hunderten von diesen Bauten. Die Termiten finden die Nord-/Südausrichtung anhand des Erd-Magnetismus. Wahnsinn, was so kleine Tiere schaffen können.

 

Bei den Wasserfällen angekommen gingen wir einen kurzen Weg bis zum ersten Wasserfall-Pool. Die Steine sind etwas rutschig, aber wenn man dann erst einmal in dem Pool ist, ist es kühl und einfach nur schön.

Nachdem wir uns erst einmal genug abgekühlt hatten fuhren wir zum nächsten Wasserfall-Pool. Von dort aus konnten wir zu Fuß zum dritten Pool gehen. Es hat wirklich viel Spaß gemacht.

Zum Abschluss fuhren wir noch zu einem weiteren Wasserfall mit einer großen Pool in dem es auch kleine Krokodile gibt. Zumindest sagen das die Schilder an dem See, aber sie sagen auch das die Krokodile nur Fische essen. Das glauben wir dann mal. Zumal Jeno noch nie ein Krokodil in diesem Pool gesehen hat.

Aber wir konnten in den Bäumen neben dem Pool während wir herumschwammen, große Fledermäuse (ca. 40 cm) hängen sehen. Außerdem haben wir die ersten beiden Känguruhs in freier Wildbahn gesehen.

Es war ein wunderschöner Tag, den wir in einem Pub mit Bier und einem rustikalen Dinner abschlossen.