Great Ocean Road – Apollo Bay (198 km)

Unser Tag begann abenteuerlich. Wir hatten über billiger-mietwagen.de ein Auto für die nächsten 8 Tage gebucht. Für die Strecke von Melbourne nach Adelaide, die berühmte Great Ocean Road. Das Auto ist wirklich günstig, jedoch ist die Anmietstation in Albion, einem Außenbezirk von Melbourne. Das Metro Fahren haben wir ja schon bei unserer dji Aktion gelernt. Also haben wir unsere MyKi Karte (aufladbares Ticket für ÖPNV) aufgeladen und sind die 9 Stationen mit der Metro nach Albion gefahren. Vom Bahnhof Albion aus mußten wir dann noch ca. 2 km an einer recht befahrenen Zufahrtstraße vorbei, an einem Industriegebiet ohne Gehweg entlang gehen, um zum Europcar Vermieter zu kommen. Das war spannend,  aber am Ende hat alles geklappt und wir konnten mit dem Auto zurück zum Hotel fahren, um unser Gepäck einzuladen.

Also – beim Buchen darauf achten, dass Stadt-Station nicht unbedingt Innenstadt-Station bedeutet. Lieber genau schauen, wie weit die Autovermietung vom Hotel entfernt ist. Eine Lieferung des Autos war nicht möglich, das hatten wir dann noch vom Hotel aus angefragt, nachdem wir die Dimensionen erfaßt hatten.

Mit unserem Hyundai Tucson starteten wir dann an unsere Reise entlang der Great Ocean Road. Man muss ja erst einmal aus der Stadt hinaus und ein ganzes Stück fahren, bis man die Vororte hinter sich gelassen hat. Aber – alles kein Problem. Obwohl Melbourne eine 4,3-Million-Stadt ist, fließt der Verkehr recht entspannt. Niemand hupt, jeder läßt den anderen abbiegen. Alles easy.

Ein kleiner Wermutstropfen für unsere Fahrt ist das schlechte Wetter. Es ist Frühling in Australien und für diese Woche ist leider kaltes und regnerisches Wetter gemeldet. Nicht wirklich schlimm, aber mit Sonnenschein ist diese Route sicher noch beeindruckender.

Kurz vor Torquay beginnt die eigentliche Great Ocean Road. Torquay ist DER Surf-Spot in Australien. Hier sind etliche der bekannten Surf-Modemarken zu Hause und am Stadteingang sind sie alle mit großen Läden vertreten. Hier kann man sich sein Surfbrett auswählen und es farblich frei gestalten lassen. Surfmode und alles was das Surfer-Herz begehrt kann man hier bekommen. Jedes Jahr findet der weltweit wichtigste Surf-Contest hier statt. Die Stadt lebt diesen Sport, das kann man überall fühlen und sehen.

Wir haben an einem Strandcafe einen Stopp eingelegt und ein kleines Lunch genossen, während wir die Surfer gesehen haben, die trotz der Kälte vom Strand zurück kamen. Mütter mit ihren Kids. Barfuß in Neopren-Anzügen. Tolle Atmosphäre.

Unser Ziel für den ersten Tag ist Apollo Bay. Der Weg die Great Ocean Road entlang ist einfach great. Das Meer zur linken, tosend, die Wellen, Es geht bergauf und bergab. Grandios. Ich vermute, mehr brauche ich in den nächsten Tagen gar nicht zu schreiben. Wahnsinn. Ich kann wahrscheinlich nur immer diesen Satz kopieren und einfügen.

Wir haben eine kleine Wanderung zwischendurch zu einem Leuchtturm unternommen. Das Cape Otway Lighthouse wurde  1848 errichtet, um den Eingang zur Meerenge (Bass-Straße) zwischen Australien und Tasmanien zu markieren. Kapitän Flinders hatte diese Meerenge entdeckt und sie nach seinem Schiffsarzt George Bass benannt. Vom Leuchtturm aus hatten wir einen herrlichen Blick über das Meer.

Bei Seglern ist die Bass-Straße sehr gefürchtet. Das Meer ist dort nur ca 50 Meter tief und es entstehen gefährliche Wellen. Aus diesem Grund hat die Küste auch den Beinamen Wreck-Coast bekommen.

Apollo Bay ist sehr touristisch. Hauptsächlich chinesische Touristen. Die Lokale sind komplett auf die chinesischen Touristen eingerichtet.

Jedoch, wer sucht der findet. So haben wir in einem sehr gut sortierten Geschäft für lokale Spezialitäten, in einer Seitenstraße, einen hervorragenden Wein getrunken und währenddessen die Empfehlung für ein gutes Fischrestaurant an der Mainroad bekommen. Dort waren wir dann auch. Das Essen war gut. Wir hatten frischen regionalen Fisch mit griechischem Bauernsalat. Wir geben die Empfehlung weiter: Apollo Bay Seafood Café, Great Ocean Road, Apollo Bay.

Wir übernachten im Comfort Inn – The International Great Ocean Road 37, Apollo Bay. Es ist ein schönes Motel mit großem Zimmer, schönem Bad und kleiner Eßecke. Und das allerschönste ist: das Auto steht direkt vor der Tür. Das kannte ich bisher nur aus amerikanischen Filmen 😊

Morgen gehts dann weiter nach Port Fairy.