Von Apollo Bay nach Port Fairy

Kurz hinter Apollo Bay führt die Great Ocean Road etwas von der Küste weg und durch die Otway Ranges. Es ist eine wunderschöne Strecke durch komplett unterschiedliche Landschaften. Vorbei an vielen großen Weideflächen mit Rindern oder Schafen, durch sattgrüne hügelige Landschaften und dann wieder durch Primär-Regenwald mit riesigen Baumfarnen und unglaublich hohen und dicken Eukalyptusbäumen. 

Es gibt etliche Möglichkeiten für Wanderungen auf dieser Strecke. Wir bogen als erstes bei Maits Rest ab. Dort haben wir einen ca. 1/2 stündigen Rundweg durch den wirklich unglaublichen Urwald unternommen. Dann fuhren wir die Great Ocean Road weiter.

 

Nächster Stopp war die Cape Otway Lightstation. Diese Lightstation ist mittlerweile ein Freilichtmuseum und kostet 19 AUD pro Person Eintritt. Hier steht der älteste Leuchtturm Australiens von 1848 und bezeichnet den Eingang zur Bass-Straße. Da habe ich mich gestern vertan.

Es ist so unglaublich windig und kalt heute, dass es uns dort oben auf der Klippe, wo der Leuchtturm steht, fast wegweht. Also kehren wir, nachdem wir nur kurz die Aussicht genossen haben, in das super schöne kleine Café ein, das zu dieser alten Ansiedlung um den Leuchtturm gehört.

Von der Lightstation aus fuhren wir wieder zurück zur Great Ocean Road und weiter in Richtung unseres Tagesziels, um am Abzweig Triplet Falls wieder von unserer Route abzubiegen. Zu den Triplet Falls sind es ca 20 km zu fahren. Zwischendurch gab es von diesem Abzweig aus auch noch die Möglichkeit eine Baumwipfelwanderung oder eine 2,5 stündige Zip-Line-Tour durch die Baumwipfel zu unternehmen, aber dazu hatten wir dann keine Lust, das war uns zu überlaufen. Jedoch muss man auch sagen, dass hier gerade Frühlingsferien sind und man zu anderen Zeiten vielleicht etwas mehr Glück hat um etwas ruhigere Wipfelwanderungen zu unternehmen.

Am Ausgangspunkt zur Triplet Falls Wanderung standen nur 5 Autos. So gefällt uns das. Die Rundwanderung ist mit 2 Stunden beschrieben und wir waren auch gut 2 Stunden unterwegs. Dieser Wanderweg ist einfach nur schön. Der Duft, die Bäume mit den gigantischen Wurzeln, überall wuchert und wächst es. Die Farne stehen wie riesige Schirme am Wegesrand und dazu das Vogelgezwitscher … Berthold und ich wanderten glücklich und zufrieden und staunend den Weg zum Wasserfall. 

Wieder zurück auf der Great Ocean Road waren unser nächster Stopp die 12 Apostel. Große Felsen die vor der spektakulären Küste im Meer stehen. Von denen jedoch, nach dem letzten Felssturz im Juli 2005, nur noch 8 Felstürme übrig geblieben sind.

Da die 12 Apostel eine DER Attraktionen der Great Ocean Road sind, war hier natürlich auch ordentlich viel los. Die Aussichtspunkte standen voller Autos. Also entschlossen wir uns kurzfristig dazu, dass wir uns die Apostel und die London Bridge, eine weitere Felsformation im Wasser die wie eine Brücke aussieht, von oben anzuschauen, nämlich per Hubschrauber. Ein viertelstündiger Rundflug kostet 145 AUD pro Person.

Wir mußten eine gute halbe Stunde warten, bis es los ging. WAHNSINN. Ich bin im Hubschrauber geflogen. Alleine das war ja schon spektakulär. Für Berthold war es nicht der erste Hubschrauber-Flug, also hatte ich den Platz direkt am Fenster bekommen. Leute – Hubschrauber fliegen ist einfach unbeschreiblich. Das könnte glatt mein neues Hobby werden. 😉

Wir überflogen die Weiden zu den Klippen hin, dann die Apostel entlang. Unter uns schäumte das Meer an den steilen Wänden der Küste. Wir haben jede Minute des Fluges genossen. Und ich vor allem die Kurven. Und die Landung. Toll.

Nach so vielen Abstechern und Unternehmungen waren wir dann auch wirklich geschafft und die letzten 70 km bis Port Fairy fuhren wir dann durch.

Port Fairy, ein ehemaliger Walfangort, ist ein wunderschönes, idyllisches, kleines Städtchen, das sich noch den Charme aus der Kolonialzeit erhalten hat. Mit schönen Häusern, netten Cafés und einigen Restaurants. Da wir etwas zu früh fürs Dinner unterwegs waren, haben wir zunächst in Rebeccas Café einen Kaffee und einen Tee zum Aufwärmen getrunken. Rebecca ist sehr freundlich und das Café ist liebevoll sehr gemütlich eingerichtet. Und es gibt köstliche Multigrain-Scones. 

Für das Dinner haben wir uns für ein italienisches Restaurant entschieden. L’Edera, Bank Street 20. Das war eine sehr gute Entscheidung. Das Restaurant ist in einem schönen Gebäude, es ist gemütlich und sehr geschmackvoll eingerichtet und wir haben zu unserem wirklich guten Abendessen einen köstlichen italienischen Wein getrunken. Das ist ein schöner Abschluss eines  ereignisreichen Tages voller Eindrücke und Bildern.

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Wir übernachten in Port Fairy im Motel The Victoria. Wir haben ein kleines Apartment im Erdgeschoss, es gibt noch ein größeres über uns, mit dem wir uns eine Doppelgarage teilen. Coole Sache so ein Motel. Das Zimmer ist sauber und hat eine kleine Kochecke. Perfekt.

Da wir in der Frühlingsferienwoche unterwegs sind haben wir dann doch von Melbourne aus über booking.com alle Unterkünfte auf diesem Weg vorgebucht. Wir zahlen zwischen 90 und 120 Euro pro Nacht. 

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