Dunsborough

Am Nachmittag landeten wir am Flughafen in Perth und wir wurden schon von unseren Freunden Leanne und Mike erwartet. So schön, dass wir uns endlich wieder einmal sehen!

Wir haben uns sehr gefreut, dass die beiden uns in ihr schönes Haus eingeladen haben.

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Am nächsten Vormittag sind wir dann schon zu unserem ersten gemeinsamen Ausflug gestartet. Drei Tage in Dunsborough. Hier wohnten wir in einem Ferienapartment und von hier aus waren dann die Ausflüge für jeden Tag von Leanne und Mike geplant.

Sie zeigten uns die Region aus der Leanne stammt, wo sie zur Schule gegangen ist und wie weit sie mit dem Fahrrad zu ihrer ersten Arbeitsstelle fahren mußte, wo sie auch Mike kennenlernte.

Und sie zeigten uns, wo sie sich ein großes Grundstück gekauft haben, um die Farm „Mooroo“ zu gründen. Die Pläne für das Haus stehen schon, die Archtitekten-Zeichnungen sind fertig und der Bau soll schon im Dezember/Januar beginnen. Berthold hat wunderschöne Drohnenaufnahmen von dem ganzen Grundstück gemacht.

Ein Berg an Limestone für die Umrandungen und die Pfosten des Zufahrtstores, ist schon auf dem nahen Grundstück von Leanne’s Bruder gelagert. Es ist super interessant, wie anders hier die Häuser geplant und gebaut werden. Das Haus ist eine Holzkonstruktion, die etwas an unsere Fachwerkhäuser erinnert. Wobei man diese Holzkonstruktion am Ende nicht sehen wird, sie wird verkleidet mit Dämmschichten, Holz oder Metall oder nach innen mit Rigips. Die Hohlräume werden aufgefüllt mit Dämmmaterial und alle Kabel und Rohre laufen durch die Wände. Der Strom wird durch Solarenergie und einen Generator geliefert und für die Wasserversorgung gibt es einen großen Regenwassertank. Wir besuchten Leanne’s Cousin der Häuser baut. Er gab Mike gute Ratschläge, was er unbedingt beachten muss und da er selbst das Projekt nicht übernehmen kann, gab er Leanne eine Liste von guten Handwerkern mit.

Außerdem besuchten wir gemeinsam eine Schreinerei. Riesige Bretter von dicken Bäumen, bei denen man an den Kanten noch die Baumrinde sehen kann,  werden hier über Jahre gestapelt und „gereift“ und aus zwei Brettern davon, die die beiden gemeinsam mit dem Schreiner auswählten, wird der große Esstisch so hergestellt, wie sie es sich wünschen und wie der Schreiner sie beraten hat. Das fand ich alles sehr spannend.

Leider war das Wetter während unserer Tage in Dunsborough nicht ganz so schön. Aber was macht uns denn der Regen aus, wenn wir durch eine wunderschöne Landschaft entlang des Margaret Rivers mit all den schönen Weingütern, Weiden und Wäldern gefahren werden und uns die schönsten Orte gezeigt werden?

Leanne zeigte uns die Farm auf der sie aufgewachsen ist. Riesige Farmgelände, die der Tante, dem Onkel oder Cousin gehören. Wahnsinn, wie viel Platz es hier gibt. Und nur glückliche Kühe und Schafe, weil sie auf riesigen Weiden grasen können. Zwischendurch sieht man auch große Gruppen von Kängurus. 

Und immer wieder landet man an wunderschönen, ewig langen Sandstränden oder beeindruckenden Klippen. Das ist eine wirklich unglaublich schöne Region und für uns so ungewöhnlich, weil sich Weideland und Farmgebiete mit Urwald und Badeorten mit großartigen Surf- und Wassersport-Spots abwechseln. Es gibt viele wunderschöne Wochenendehäuser hier und viele haben ein Motorboot, das ins Wasser gelassen wird und sie gehen am Wochenende aufs Wasser zum Angeln oder Relaxen. Schwimmen ist weiter draußen auf dem Wasser eher keine so gute Idee, weil es dort sehr viele Haie gibt.

An einem der Tage besuchten wir den Leuchtturm auf Cape Leeuwin. Hier genau an dieser Stelle treffen zwei Ozeane aufeinander: der Southern Ocean und der Indische Ozean. Ein Ort an dem einem die Weite des Meeres einmal mehr bewußt wird. Und einer der Lieblingsorte von Mike. Es ist schön für uns alle diese Orte gezeigt zu bekommen. Berthold war sehr stolz, an diesem Kap zu stehen. Es ist eines das auf seiner Liste der wichtigen Kap dieser Welt noch nicht abgehakt war. Ist es jetzt.  

Einer unserer Ausflüge führte uns in die Jewel Cave. Eine gigantische Tropfsteinhöhle die erst in den 80er Jahren entdeckt wurde und die wirklich wunderschöne und ungewöhnliche Tropfstein-Formationen hat. Sie führt in einen großen Tunnel tief unter der Erde. Von den 2000 Metern die diese Höhle lang ist, können 700 Meter besichtigt werden. 

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Da Leanne und Mike diese Gegend wie ihre Westentasche kennen, hatten wir auch immer sehr gute Restaurants für ein Lunch oder ein Dinner. 

Naja, so ganz die Westentasche vielleicht doch nicht, denn bei einem von Mike`s ansonsten landschaftlich wirklich wunderschönen „Shortcuts“ mit dem Auto durch den dichten Wald, war der Waldweg dann auf einmal dichter als erwartet. Leanne und ich auf den Rücksitzen verhielten uns sehr ruhig 🤫, während die Männer die Herausforderung annahmen und Berthold ab und zu ausstieg, um den einen und anderen großen Ast wegzuräumen, oder zur Seite zu halten, damit Mike durchfahren kann.

Was wir jetzt wissen ist: das neue Auto von Mike ist ein sehr gutes Four-Wheel-Drive-Auto und Mike ein guter Fahrer 😊,  und – die beiden Männer können gut im Team arbeiten. Während die Damen nicht ganz so begeistert waren und doch eher an die Kratzer im Lack und was hätte passieren können dachten, huschte den beiden Herren doch später noch bei jeder Erwähnung des Abenteuers ein verschwörerisches Lächeln durchs Gesicht. Und wie nach allen überstandenen Abenteuern herrscht ja am Ende die Erleichterung vor und man kann über die verschiedenen Situationen lachen. 

Selbstverständlich haben wir auch einige der schönen Weingüter in der für ihren guten Wein bekannten Margaret River Region besucht. Wir haben diverse Weine getestet und auch tatsächlich ein paar Flaschen gekauft. Ich bezweifle, dass wir diese in der Zeit hier zusammen trinken können, aber darum geht es ja nicht. 

Auf dem Weg zurück machten wir noch Halt in Bunbury um Barty und Leonny zu begrüßen. Wir haben die beiden auf unserer Segelreise kennengelernt. Sie waren zwei- oder sogar dreimal für einige Wochen mit Leanne und Mike auf der OOROO1 in der Karibik. Ein sehr herzliches Wiedersehen und Barty hatte extra für die Germans eine halbe Schwarzwälder Kirschtorte gekauft. Also gab es Kaffee und Kuchen und viele Erinnerungen über die Segelreise wurden bei den Gesprächen wieder wach.

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