Rottnest Island WA

Für unseren letzten gemeinsamen Ausflug hat Leanne für uns 2 Zimmer im Rottnest Hotel auf Rottnest Island, genannt Rotto gebucht. Das Hotel ist nicht mehr so ganz auf der Höhe, aber sauber und o.k.  Die Insel ist wieder einmal ein Traum. Wir kamen mit der Fähre an und sind von dort zu Fuß zu unserem Hotel gegangen. Das war nicht weit.

Rottnest Island ist eine reine Ferieninsel. Es gibt etliche Ferienbungalow-Anlagen in der Nähe des Fähranlegers und das Hotel in dem wir wohnten und einen Campingplatz für Zelte. Die Autos auf der Insel sind von der Inselverwaltung und es gibt ein paar Busse. Man bewegt sich mit dem Fahrrad fort, das man in der großen Fahrradvermietung auf der Insel bekommen kann oder man fährt mit einem der Busse, die den ganzen Tag um die Insel herum fahren.

Am Tag nach unserer Ankunft hatten Mike und ich Geburtstag. Und zur Feier des Tages haben wir uns vier Fahrräder gemietet und sind einmal komplett um die Insel herum gefahren. Von einer schönen Bucht zur nächsten. Weißer feiner Sand, kristallklares Wasser wohin man schaut. Oder schroffe Felsen und sanfte Hügel. Eine grüne Vegetation säumt den Weg und immer mal wieder huscht eine Echse, ein Skink oder in unserem Fall zweimal sogar eine Schlange über die Straße.

 

Es macht einfach nur Spaß die Hügel hinauf und hinunter über diese Insel zu radeln. Einmal rundherum sind es ca. 22 Kilometer.

 

 

Das tierische Highlight der Insel sind jedoch viel vielen Quokka die überall auf der Insel wohnen und die man gerne auch im Draußenbereich des Pubs antrifft. Es ist verboten die Tiere zu füttern oder anzufassen und wir haben auch auch daran gehalten. Alle machen das natürlich nicht. Und sie schaden den Tieren damit. 

Quokka sind Mini-Kängurus, die ca. 30 – 40 cm groß werden und wirklich ein extrem niedliches Gesichtlein haben. Eines der Quokka hatte sogar ein Baby im Bauch. Da schmilzt man geradewegs dahin vor lauter Niedlichkeit. 

Den Geburtstagsabend haben wir in einem netten Restaurant bei Wein und Dinner ausklingen lassen. Ein weitere schöner Abend mit Leanne und Mike.

Vielen Dank euch beiden, für alles was ihr uns hier in Western Australien gezeigt habt. Das waren ganz ungewöhnliche Touren, fernab von den üblichen Touristenpfaden. Vielen Dank Leanne und Mike für die Mühe, die ihr euch mit der Vorbereitung und der Planung gemacht habt und vielen Dank Mike für die vielen Kilometer, die du uns durch euer Western Australien gefahren hast. Es war eine wunderschöne Zeit mit euch und bei euch, mit vielen unvergesslichen Eindrücken.

Walpole WA

Unser letzter Anlaufpunkt der Tour was das Walpole Wilderness Resort. Das war für mich und Berthold das absolute Highlight dieser Tour.

 

Wir fuhren von Albany aus zunächst zum Torndirrup National Park und schauten uns dort die beeindruckende wilde felsige Küste an. Danach kamen wir an dem WA Agriculture College an, ein Internat, das Mike für drei Jahre besuchte. Dort in Denmark hatten wir dann eine kleine Frühstückspause in einem schönen Café. Danach zeigte uns Mike die Ortschaft und die Plätze seiner Zeit hier im Internat, geschmückt mit der einen und anderen Geschichte.

 

Von Denmark waren es noch ca. 80 Kilometer bis Walpole. Wir hielten unterwegs noch einmal an, weil Mike uns einen weiteren schönen Küstenabschnitt in einem Nature Reserve Irwin Inlet zeigte. Immer wieder beeindruckend wie schön diese Landschaft hier ist. Eine sehr schmale Bucht in die das Wasser hineingedrückt wird und in einer großen Fontäne nach oben spritzt und eine natürliche Brücke aus einem ausgewaschenen Felsen waren zu bestaunen.

 

In Walpole angekommen hatte man ein wenig das Gefühl, dass hier die Welt zu Ende ist. An der Straße entlang stehen einige Ferienhäuser, dann ein Café, eine Tankstelle, ein kleiner Supermarkt und ein Pub. Zu Essen bekamen wir im Pub trotzdem nichts mehr, weil es fünf Minuten nach zwei war und die Küche um zwei schließt. Also sind wir ins Café, dort gab es leckere Burger und ein Curry für Leanne. Danach haben wir noch Wein, Bier, Cracker, Käse und Oliven für den Abend eingekauft und weiter ging es zum Walpole Wilderness Resort, das wirklich mitten im Urwald liegt.

Schöne Holzhäuser, die an Blockhütten erinnern, stehen in einigem Abstand von einander auf grünen Wiesen voller Kängurus und eines der Häuser war von Leanne für uns reserviert. Wie romantisch. Die Häuser mit großer Terrasse, die Wiesen, die Kängurus, ein kleiner See, aus manchen Kaminen kommt ein dünnes Rauchwölkchen heraus und drumherum der große Wald.

Nachdem wir unsere Taschen ins Haus gebracht haben, sind wir erst einmal die für 1 oder 1 1/2 Stunden beschriebene Wanderstrecke gegangen. Durch den Wald einmal rund um das Resort und noch einmal rund um den kleinen See herum. Wie schön. Zum einen nach dem langen Sitzen im Auto und zum anderen, weil es einfach so ruhig ist und schön.

Zurück in unserer schönen Hütte haben wir erst einmal auf der Terrasse ein Bier getrunken und den Kängurus beim Grasen zugesehen. Welch eine Ruhe und Schönheit. Bis Mike dann den Kamin anzündete, wir Käse und Cracker etc. auf Schalen und Teller verteilt haben und wir es uns vor dem Kamin gemütlich gemacht haben. Es war ein schöner gemütlicher Abend.

Am nächsten Morgen öffneten Berthold und ich die Vorhänge und wir saßen im Bett und schauten nach draußen auf die Wiese mit den Kängurus, die schon wieder in der Kälte und trotz Regen fleißig grasten. Sehr lustig, dass die Kleinen ja einfach nur den Kopf aus dem Beutel stecken müssen um dann wenn die Mama sich bückt, selbst etwas Gras naschen können. Und was auch wirklich sehr niedlich aussieht ist, wenn das kleine Känguru vor seiner Mutter sitzt und nur den Kopf in den Beutel steckt um Milch zu trinken.

 

Walpole Wilderness Resort: Nicht gerade eine kurze Anreise, aber auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt in der Umgebung vieles zu sehen und zu unternehmen. Zum Beispiel: Eine Baumwipfel-Wanderung (die wir am Anreisetag gemacht haben) und einige andere schöne Wanderstrecken verschiedener Länge gibt es hier zu unternehmen. Außerdem kann man sich die großen Eukalyptus-Baumriesen anschauen, die bis zu 70 Meter hoch werden können und deren Stämme unglaubliche Ausmaße annehmen können. Auch hier gibt es Wanderstrecken, von der wir auch am Anreisetag eine kleinere unternommen haben. 

Albany WA

Vom verschlafenen Hyden aus fuhren wir morgens weiter in Richtung Albany. Unterwegs stoppten wir für ein Frühstück und wir schauten uns danach die großen Erntemaschinen an, die in dem Ort in dem wir frühstückten verkauft werden. Riesige Maschinen, die mit Hightech ernten und eggen und was auch immer gemacht werden muss.

An allen Straßenbaustellen an denen wir vorbei kamen, standen am Anfang und am Ende der Baustelle ein Arbeiter oder eine Arbeiterin mit einem Schild, auf dem auf einer Seite SLOW steht und auf der Rückseite auf rotem Grund STOP. Diese Arbeiter nennt man hier Lollipop-man oder Lollipop-girl.

Auf dem Weg in Richtung Albany wechselten die Getreidefelder wieder zu Viehzucht. Erst Schafe und dann später wieder Rinder, bis wir in Albany im Dog Rock Motel angekommen waren. Direkt vor dem Motel gibt es einen großen Felsen, der aussieht wie ein Hundekopf. Um den „Hals“ hat man dem Felsen ein Halsband aufgemalt und so ist es der Dog Rock. Hier in Albany bleiben wir zwei Nächte.

Am ersten Tag schauen wir uns ein wenig in dem Städtchen um. Wir schauen uns einen Nachbau eines alten Schiffes an, mit dem „in the old days“ wie Mike immer so schön sagt, die Siedler nach Australien kamen und/oder Waren geliefert oder exportiert wurden.

Am nächsten Tag stand die Walstation auf dem Programm. Albany hatte bis 1978 Walfang betrieben. Die ganze Stadt lebte mehr oder weniger vom Walfang. Die Führung durch die ehemalige Walfang-Station und auf das ehemalige Walfänger-Schiff war beeindruckend und auch schockierend. Unglaublich viele Wale wurden hier getötet und zerlegt und das alles nur um an das Walöl heranzukommen, dass sich in einer Drüse im Kopf befindet. 

Mittlerweile ist die Stadt stolz darauf, den Walfang eingestellt zu haben und dass sie sich, im Gegenteil sehr um den Schutz der Wale bemüht. Anfangs war das Ende des Walfangs eine Katastrophe, weil so viele Menschen von heute auf morgen keine Arbeit mehr hatten. Aber jetzt ist die Stadt wieder eine lebhafte und munter Ortschaft in einer traumhaft schönen Bucht mit einem großen natürlichen Hafen.

Ich schreibe immer riesig und groß und gigantisch. Das kommt mir schon selbst komisch vor, aber – Land und Wasser und Strände sind hier einfach immer GROSS. 

Wave Rock, Hyden WA

Die Taschen für die nächsten 5 Tage sind gepackt. Leanne und Mike haben eine weitere Rundreise durch den Südwesten von Western Australia mit uns geplant. Wir sind ganz überwältigt welche Mühe und Vorbereitungen die beiden unternommen haben, um uns ihren Teil von Australien zu zeigen.

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Unser erster Tag führt uns zum Wave Rock. Um dorthin zu kommen fahren wir ca. 350 km. Das ist für die hiesigen Entfernungen schon fast eine Kurzstrecke. Kerzengerade Straßen führen uns anfangs noch durch Weideland auf dem hauptsächlich Rinder grasen, dann eher Schafe, bis es auf einmal nur noch gigantische Getreidefelder gibt. Wirklich gigantisch. 

Das bedeutet, das vor langer Zeit die Wälder gerodet wurden und die gerodete Fläche wurde zu Ackerland.  Man nennt diese Gegend bis den Weizengürtel (Wheetbelt) Australiens. Riesige Silos speichern das Getreide, bevor es auf Zuganhänger oder auf die großen Anhänger der Roadtrains verladen wird. Das Getreide wird nach China, Indonesien etc. exportiert. 

Mike konnte uns eine Menge interessante Details über die verschiedenen Getreidearten erzählen. Wir haben nur so gestaunt, was er alles darüber weiß.

Auf dem Weg zum Wave Rock durfte ein Stopp an einem Road House nicht fehlen. Mike kannte ein Road House, in dem es sehr gute Burger gibt: The Corrigin Roadhouse. Das war wirklich ein ganz außergewöhnliches Roadhouse. 

 

Denn die Stadt ist bekannt für ihren „dog in the ute“-Wettbewerb. Und aus diesem Grund steht auch ein alter Ute (ein Pick-up-Auto) auf dem Dach des Roadhouse. Bei dem Contest geht es darum wo es die meisten Hunde hinten auf der Ladefläche des Ute gibt. Und der Rekordhalter ist Corrigin. Der ganze Ort ist voll Bildern und alten Ute mit Hundestatuen darin. 

Am Dorfrand gibt es auch einen ganz besonderen Hundefriedhof. Mit einer großen Hundestatue und vielen Hundegräbern. Selbstverständlich haben auch wir uns den Hundefriedhof nicht entgehen lassen.

Nach unserem Burger, der wirklich sehr gut geschmeckt hat, ging es weiter zum Wave Rock. Das ist ein riesiger Felsen der aussieht wie eine große Welle, die man absurden kann. Nach der Fotosession am Wave Rock sind wir dann noch auf den Felsen gewandert und hatten einen sehr schönen Ausblick über die Gegend. Leider wollte das Wetter nicht so recht mitspielen, so dass wir uns dann als es anfing zu regnen zum Auto gingen und dann weiter zum Wave Rock Motel fuhren, wo Leanne für uns für eine Nacht Zimmer gebucht hatte. 

 

Zum Wave Rock Motel gehört ein Pub und ein Restaurant, bzw. irgendwie zwei Restaurants. Eines mit Bedienung und eines, in dem es eine Theke gibt an der man Fleisch kauft, das man dann selbst grillt und dazu gibt es verschiedene Beilagen in einem Buffet. Sehr witzig. Und da Berthold und ich das nicht kannten, haben wir uns für diese Variante entschieden. Das war sehr witzig.

 

Nach dem Essen saßen wir noch etwas im Pub in dem wir eine Gruppe junger Männer kennengelernt haben, die als Backpacker gerade in der Gegend sind und auf den Getreidefeldern die Erntefahrzeuge fahren um sich ihre Weiterreise zu finanzieren. Sie sind 50 km weit von ihrer Farm aus gefahren, um in den Pub zu kommen.

Kangaroo Island

Wir übernachteten als letzten Ort unserer Great Ocean Fahrt in Victor Harbor. Und kamen auf dem Weg dahin allmählich in die Weinregion von South Australia. Zufällig hielten wir beim Weingut Bremerton im Langhorne Creek an, um eine kleine Lunchpause zu machen. Wir landeten einen Treffer. Es gab eine Platte mit leckeren mediterranen Vorspeisen und der Weißwein, ein Verdelho mit dem schönen Namen Mollie & Merle, schmeckte dazu auch sehr köstlich. Wir hatten viel Spaß auf dem Weingut, zumal es nette Unterhaltung gab. 

 

Von Victor Harbor fuhren wir am nächsten Morgen zur Fähre nach Kangaroo Island. Man braucht ca. 45 – 60 Minuten. Da gerade Ferienzeit ist, wollten wir nicht zu spät kommen und sind sehr zeitig losgefahren. Das war super, denn wir waren die ersten in der „stand by“ Linie und kamen tatsächlich schon auf die frühere Fähre. Das Einparken auf der Fähre ist ein wahres Puzzlespiel und die beiden Einweiser sind echte Profis. Die Beifahrer müssen schon vorher aussteigen und die Fahrer kommen gerade so aus dem Auto heraus, was noch die einfachste Nummer ist. Rückwärts mit Wohnwagen oder Wohnmobil mit Hänger – alle Achtung. Hat aber alles funktioniert und soweit ich sehen konnte blieben alle Rückspiegel dran. 

Es war ein Sonntag als wir auf der Insel ankamen. Und von der Uhrzeit her zu früh, um in unser Apartment, das wir für die nächsten beiden Tage bewohnen einzuziehen. Aber in Penneshaw (hier legt die Fähre an und hier wohnen wir auch) ist sonntags Bauernmarkt. Das war schön. Die Damen der Umgebung verkaufen, was sie gebacken und gestrickt oder gebastelt haben und die Männer unterstützen sie oder verkaufen Honig von der Insel. Im Café gegenüber des Marktes haben wir draußen gesessen und Tee getrunken und das Treiben beobachtet.

Wir haben ein Apartment bei Lindsays of Kangaroo Island gebucht und wir waren ganz angetan von der Großzügigkeit unserer Unterkunft für die nächsten beiden Tage. Das Ehepaar, das dieses und ich glaube noch ein weiteres Apartment vermietet, wohnt auch im Haus und ist unglaublich nett und hilfsbereit und hat sehr gute Tipps, was man wo und in welchem Zeitrahmen unternehmen und erleben kann.

So haben sie uns eine wunderschöne Spazierstrecke (Lashmar Conservation Park) für den Nachmittag empfohlen, zu der wir nicht weit fahren mußten und auf der wir, nach einem schönen Pfad vom Parkplatz aus, an einem riesigen Strand gelandet sind, der als wir ankamen komplett leer war. Weißer Sand, das Meer, eilige „Hoodies“ (Hooded Plover, eine Vogelart die es nur hier gibt), die hin und her in ihrer Niedlichkeit über den Sand flitzten.

Auf dem Rückweg kamen dann ein paar Angler an den Strand, die am späten Nachmittag noch ihr Angelglück gesucht haben. Natürlich immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. So kam einer der Angler barfuß durch das Gestrüpp, während wir gerade wieder unsere Schuhe anzogen. Als ich ihn fragte, ob man den Weg zum Parkplatz auch ohne Schuhe gehen kann, erklärte er mir, dass man dazu als Australier geboren sein müßte. Touristen bräuchten dafür ihre Four-Wheel-Drive-Schuhe 😂. Die haben wir dann auch angezogen. Aber meine supertruper Entdeckerstiefel heißen ab jetzt Four-Wheel-Drive-Schuhe.

Heute sind wir dann schon früh losgefahren, um zum anderen Ende dieser größten Insel Australiens zu kommen. Zum Flinders Chase National Park. Ein riesiger Nationalpark, in dem es Wanderwege von ab 3 Stunden bis zu mehreren Tagen gibt. Wir hatten uns die drei Stunden Strecke vom Visitor Center aus vorgenommen und sind diese auch gegangen. Wunderschön. Leider haben wir keine besondere Tierbegegnung zu berichten. Naja, abgesehen von dem Koala, der schon direkt neben dem Parkplatz auf dem Baum saß und den lustigen Wildgänsen mit den kurzen Schnäbeln die einmal unseren Weg kreuzten, von denen die erwachsenen Tiere gelbe Schnäbel haben und das Jungtier einen blauen Schnabel hatte.

Die Kängurus verstecken sich tagsüber, ebenso wie die Schnabeltiere. Und Koalas haben wir keine weiteren entdeckt, zumal man ja auch nicht immer in die Bäume schauen kann beim Wandern.

Nach unserer Wanderung sind wir noch die Strecke weiter durch den Nationalpark bis zum Leuchtturm gefahren, bzw. zur Admirals Arch. Diese Cave haben wir allerdings nicht mehr erwandert. Zu viele Treppen für Bertholds strapazierte Knie. Wir sind jedoch zu dem Aussichtspunkt gegangen an dem man die Seerobben (Fur Seal) sehen kann, die auf den Steinen liegen und um die herum das Meer stäubt. Es war irre windig an der Steilküste.

Danach fuhren wir wieder ein Stück zurück in Richtung Visitor Center und bogen an einem Schotterweg noch rechts ab, zu einem gigantischen Aussichtspunkt „Weirs Cove“. An diesem Platz wurden zu früheren Zeiten, alle drei Monate, die Waren für die Leuchttumkolonie angeliefert. Um an die Ladung des Schiffes zu kommen wurden Treppenstufen in die bestimmt 200 m tiefe Steilwand geschlagen. Unten am wirklich tosenden Wasser waren noch Reste des alten Anlegers zu sehen. Um die Waren leichter nach oben zu bekommen wurde wohl auch irgendwann ein Seilzug konstruiert. Wieder etwas gelernt. Und Hut ab vor dem harten Leben unserer Vorfahren.

Unser nächster Stopp: die Remarkable Rocks, die wirklich remarkable sind. Riesige runde Felsbrocken mit großen Aushöhlungen lagen da plötzlich oben auf der Steilküste, zwischen all den schroffen Felsen herum. Wie aus einer anderen Welt dort fallen gelassen.

Und welch ein Glück: Auf dem Weg zurück konnten wir dann tatsächlich doch noch eine kleine Gruppe Kängurus beim Grasen beobachten. 

Kurz zu Kangaroo Island: Mittlerweile ist die komplette Insel Wilderness Protection Area. Es gibt viele Wandermöglichkeiten, unglaublich viel zu entdecken,  Möglichkeiten zur Tierbeobachtung, man kann hier gut Ruhe finden, im Sommer die langen schönen Strände nutzen. Trotz allem was die Insel zu bieten hat und trotz Frühlingsferien in Australien war hier wenig los. Wir haben auf dem Rückweg vom Nationalpark nach Penneshaw, der immerhin ca.165 km lang war, vielleicht 20 Autos gesehen.